3. November 2026

Ein Verbandskasten, der mitdenkt, und eine Kamera, die die Ausbreitung von Laserlicht sichtbar macht: Mit diesen Projekten präsentierten sich zwei Schülergruppen des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg (SFZ), Standort Tuttlingen, beim Innovation Forum Medizintechnik. Inmitten aktueller Entwicklungen aus Forschung und Industrie zeigten die Jugendlichen, wie aus Neugier, technischem Einfallsreichtum und Ausdauer spannende Lösungen entstehen können. Ihre Arbeiten stießen beim Fachpublikum auf unerwartet großes Interesse.
Finn Hilzinger, Luisa Renjiffo Boeck und Justin Schöba widmeten sich mit ihrem „smarten Verbandskasten“ einer praktischen Frage: Wie lässt sich erkennen, welches Material nach der Benutzung fehlt? Ihr Verbandskasten registriert selbstständig, wenn Teile entnommen werden, und übermittelt diese Information an eine Webseite. So lässt sich der Bestand im Blick behalten und fehlendes Material gezielt ergänzen. Krankheitsbedingt musste Luisa das gemeinsame Projekt allein präsentieren. Sie übernahm damit die Vertretung ihres Teams und durfte sich über viel Zuspruch und positive Rückmeldungen freuen.
Einen ungewöhnlichen Blick auf ein alltägliches Phänomen eröffneten Frederik Witte, Aron Hermann, Muhamed Thaqi mit ihrer „Laserkamera“. Ihr Ziel: die rasante Ausbreitung von Laserlicht in einem Film sichtbar zu machen. Dafür nutzt das Team eine Ein-Pixel-Kamera mit einem zeitlich hochauflösenden Sensor. Dieser erfasst an jedem Messpunkt eine zeitliche Sequenz eines synchronisierten, gepulsten Lasers. Ein umgebauter Movinghead – ein schwenkbarer Scheinwerferkopf – richtet den Messpunkt anschließend neu aus. Schritt für Schritt entstehen so zahlreiche Einzelaufnahmen, die zu einem Gesamtfilm zusammengesetzt werden. Was sich einer gewöhnlichen Kamera entzieht, wird auf diese Weise sichtbar.
Für beide Gruppen wurde die Teilnahme am Innovation Forum zu einer wertvollen Erfahrung. Sie konnten ihre Ideen einem Fachpublikum vorstellen, ihre technischen Ansätze erläutern und erleben, wie viel Interesse ihre Forschungsarbeit weckt. Die große Resonanz und das ermutigende Feedback waren eine besondere Anerkennung ihres Engagements – und ein zusätzlicher Ansporn, weiterzuforschen und eigene Ideen voranzubringen.