11. Juni 2026

Die Europameisterschaft des RoboCup Junior in der Marx Halle in Wien war für die Teams des Schülerforschungszentrum Südwürttemberg ein großer Erfolg. Inmitten starker internationaler Konkurrenz überzeugten die jungen Robotik-Talente mit Technik, Teamgeist und Nervenstärke – und sammelten neben Medaillen vor allem wertvolle Erfahrungen. Zwischen den Wettkämpfen blieb Zeit für Feinschliff am Code, den Austausch mit anderen Teams und den Besuch der beeindruckenden Stadt Wien.

Für Wangen setzten die Teams starke Akzente: Das Team BIGG_IRMI mit Iren und Mila Biggel dominierte die Disziplin Rescue Line von Beginn an und holte verdient Gold. Trotz schwieriger Lichtverhältnisse blieb ihr Roboter stabil auf Kurs, ließ sich weder von Störlicht noch von falschen „Opfern“ in der Evacuation Zone irritieren und meisterte sogar ein besonderes Hindernis: einen Stoffbiber, an dem viele andere scheiterten. Die konstant starken Läufe ohne Schwächen waren Ausdruck präziser Konstruktion, sauberer Programmierung und konzentrierter Arbeit am Parcours. Auch das Team LuSi mit Simon Brandstetter und Luka Steib setzte in der Kategorie Soccer Standard Kit ein Ausrufezeichen: Nach einer guten Vorrunde zog es als Vierte ins Halbfinale ein, wechselte zwischen den Spielen unter Zeitdruck einen defekten Motor und behielt trotz wechselnder Sonneneinstrahlung die taktische Ruhe. Im packenden Spiel um Rang drei belohnte sich LuSi mit Bronze – lautstark unterstützt von mitgereisten Fans und anderen deutschen Teams.

Starke Auftritte gab es auch für Stockach: Robuh mit Jonas Diefenbach und Andreas Brachmüller erreichte in Rescue Line Platz 5, DinA 4 mit Rufus Volk und Samuel Waibel Platz 6. Die Läufe waren nicht perfekt, doch genau das sorgte für viele Lernmomente: Beide Teams tüftelten intensiv, analysierten Fehlerbilder, justierten Sensorik und Regelparameter nach und verbesserten Schritt für Schritt ihre Performance. Zusätzlich stellte sich DinA 4 der freiwilligen SuperTeam Challenge, in der per Los zusammengestellte Teams gemeinsam eine Aufgabe lösen – eine echte Probe für Kommunikation und Koordination, die sichtbar Spaß machte.

Für Tuttlingen ging MazeRunner mit Ella Spanier in Maze Entry an den Start und belegte Platz 7. In dieser Kategorie standen in Wien (leider) nur drei reguläre Läufe zur Verfügung, einer davon wurde gestrichen. Besonders spannend fand Ella die Technical Challenge und die SuperTeam Challenge (jeweils ein Wertungslauf): In der Technical Challenge musste der Roboter kurzfristig auf neue Regeln und Aufgaben umprogrammiert werden – Ergebnis: Platz 8. In der SuperTeam Challenge gelang ihr zusammen mit dem Line-Entry-Team „BoraForce“ aus Slowenien ein perfekter Lauf und damit Platz 1. Die gemeinsame Aufgabe: Durch Umwerfen aufgestellter Wegplatten ebneten sich die Roboter gegenseitig den Pfad; Extrapunkte gab es für das Erreichen und Erkennen der Zielplatten.

Bewertet wurde in Wien in der Regel über die vier besten von sechs Läufen; hinzu kamen die Ergebnisse aus Technical Challenge sowie Poster und Dokumentation, in denen Idee, Konstruktion, Programmierung und Entwicklungsprozess präsentiert wurden. In Maze Entry standen ausnahmsweise nur drei reguläre Läufe zur Verfügung, was die strategische Planung zusätzlich beeinflusste.

Betreut wurden die Teams von Cornel Biggel, Pius Buschle, Dennis Junge und Jan Rudolf, die mit viel Fachwissen und Ruhe durch den Wettbewerb führten. Mit Gold, Bronze und weiteren Top-10-Platzierungen kehren die Schülerinnen und Schüler aus Wangen, Stockach und Tuttlingen stolz nach Hause zurück – im Gepäck Erfahrungen, neue Kontakte und die Motivation, in der nächsten Saison wieder ganz vorne mitzuspielen.