3. März 2026

Summende Motoren, konzentrierte Blicke und gespannte Stille vor dem Startsignal:
Vom 28. Februar bis zum 1. März verwandelte sich Vöhringen in ein Zentrum der Robotik. Rund 250 Teilnehmer aus 15 Standorten, verteilt auf 51 Teams, traten beim diesjährigen RoboCup Junior Qualifikationsturnier gegeneinander an. Unterstützt von 91 Betreuern und angefeuert von etwa 500 Besuchern wurde das Wochenende zu einem echten Highlight für alle Technikbegeisterten.

Der RoboCup zählt zu den bedeutendsten Robotik-Wettbewerben weltweit und begeistert Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren für Programmierung, Technik und kreatives Problemlösen. Auch der SFZ-Standort Laupheim war in diesem Jahr vertreten: Zwei Teams mit Helena Kleis, Hannes Möschen und Moritz Böhringen stellten sich erstmals der Herausforderung in der Kategorie Rescue Line Entry.

Bereits am Samstag, dem ersten Wettkampftag, ging es in zwei anspruchsvollen Läufen um wertvolle Punkte. Am Sonntag folgten zwei weitere Runden – jede davon eine neue Bewährungsprobe für Mensch und Maschine. In der Kategorie Rescue Line mussten die selbstgebauten Roboter einer schwarzen Linie folgen, die ständig ihre Form wechselte: von geraden Strecken über eckige Passagen bis hin zu kreisförmigen Elementen. Doch das war längst nicht alles. Rampen mussten sicher überwunden werden, Hügel und eine wackelige Wippe stellten die Technik auf die Probe. Am Ende wartete schließlich die Königsdisziplin: das Einfahren in einen Raum, um dort Kugeln einzusammeln.

Der Start verlief vielversprechend – beide Teams konnten gleich in der ersten Runde Punkte sammeln. Doch die Wippe entpuppte sich als kniffliges Hindernis. Kurzerhand wurde der Roboter umgebaut und mit einer zusätzlichen Raupe ausgestattet. Der Einsatz zahlte sich aus: In der dritten Runde meisterte der Roboter schließlich souverän die Rampe – hinauf und wieder hinunter, ohne die Linie zu verlassen.

Über beide Wettkampftage hinweg blieb es spannend, denn neben Präzision spielte auch die Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Trotz ihrer ersten Teilnahme am RoboCup steigerten sich die Schülerinnen und Schüler von Lauf zu Lauf. Am Ende erreichten sie einen Platz im soliden Mittelfeld – ein Erfolg, auf den sie stolz sein können.

Für alle Beteiligten war das Turnier ein intensives und unvergessliches Erlebnis. „Gerade bei Wettkämpfen dieser Art lernen Jugendliche, mit Rückschlägen umzugehen, hartnäckig zu bleiben, im Team zu arbeiten und unter Zeitdruck Lösungen zu finden. Das sind Kompetenzen, die man im späteren Berufsleben dringend braucht“, betont Natalya Wenzlawski, Leiterin der RoboCup-Gruppe am SFZ-Standort Laupheim.