





13. März 2026
Mit insgesamt 23 Teams war das Tuttlinger Team des Schülerforschungszentrums sehr stark am Regionalwettbewerb Donau-Hegau vertreten, der am vergangenen Wochenende stattfand. 16 Platzierungen konnten die Forschergruppen erringen, darunter acht Regionalsiege. Insgesamt hatten 151 Kinder und Jugendliche mit 83 Projekten teilgenommen.
In der Kategorie Biologie hatte Roman Kaltenbach (Klasse 4, Grundschule Seitingen-Oberflacht) ein Jahr lang Wandelnde Blätter untersucht und dabei ihre Entwicklung sowie Lebensweise wissenschaftlich genau analysiert. Er gewann den ersten Preis, dicht gefolgt vom Zweitplatzierten Linus Schwarz (Klasse 10, IKG Tuttlingen), der mit seinem Projekt „Rettet die Bienen?!“ die Natur im Blick hat. Die aktuell immer weniger werdenden Bienenvölker, die unter der Varroamilbe leiden, könnten von seiner Entwicklung, einem alternativen Bienenstock, der an die natürlichen Baubedingungen wilder Völker angepasst ist, profitieren.
In der Kategorie der Älteren nahmen Mahbube Amiri, Chloé Michaut und Eyituoyo Omagbemi (alle Klasse 10 und J1, IKG Tuttlingen) in ihrem Projekt Teff, Kichererbsen und Linsen als Ernährungspflanzen der Zukunft genauer unter die Lupe, um so klimaangepasste Nahrungspflanzen für deutsche Anbauflächen zu finden, die aktuell zum Teil unter größeren Ernteverlusten leiden und gewannen damit den ersten Preis. Den zweiten Platz errangen Luisa Santalucia (Klasse 10, Georg-Strittmatter-Gymnasium St. Georgen) und Ella Spanier (Klasse 8, OHG Tuttlingen), die sich mit ihren Untersuchungen zum Thema Flechten als Umweltindikatoren ebenfalls einem umweltrelevanten Thema gewidmet haben. Sie untersuchten das Flechtenvorkommen an unterschiedlichen Standorten in Abhängigkeit von der Luftbelastung.
Ebenfalls mit der Problematik der zukünftigen Ernährung der Weltbevölkerung und den Tieren haben sich Julia Bay (Klasse 9, IKG Tuttlingen) und Marco Storz (Klasse 9, OHG Tuttlingen) beschäftigt. Die beiden haben dazu die Wachstumsbedingungen der Mikroalge Chlorella vulgaris untersucht und einen eigenen Bioreaktor zur Anzucht entwickelt. Sie gewannen den Sonderpreis „Umwelttechnik“. Ebenfalls einen Sonderpreis, gewannen Ole Cabarth und Karl Wagner (beide Klasse 9, IKG Tuttlingen), die in ihrem Projekt ein Messsystem für die Stadtbäume der Zukunft entwickelt haben. Mit verschiedenen Sensoren können sie den Gesundheitszustand der Pflanzen genau überwachen und Aussagen über eine mögliche Eignung im Städteklima treffen.
Ein ebenfalls sehr wichtiges Thema erforschten Mohamed Karoui, Samuel Rüdiger und Julius Stindl (alle Klasse 9, IKG Tuttlingen). Sie haben sich gefragt, wie Mikroplastik in den menschlichen Körper gelangt, dazu verschiedene häufig konsumierte Lebensmittel untersucht und darüber hinaus Aufnahmewege von Pflanzen aus dem Boden genauer analysiert. Sie gewannen als Sonderpreis ein Jahresabonnement der Zeitschrift „Natur“.
Anastasia Becker (Klasse 11, Gymnasium Trossingen) hat sich in ihrem Biologieprojekt auf die Suche nach natürlichen antibakteriellen Wirkstoffen gemacht und in diesem Kontext viele verschiedene Extrakte erstellt, deren Wirkweise sie anschließend testen möchte.
Ella Spanier entwickelte in ihrem zweiten Forschungsjahr ihr Projekt zur Bedeutung der Moore und deren Wichtigkeit für die CO2 Speicherung weiter. Sie konnte ihre Messreihen automatisieren und die Nützlichkeit der Bepflanzung von Moorflächen nachweisen. Mit ihrem Projekt trat sie in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften Junior an und gewann hierbei den zweiten Preis. In der älteren Altersklasse haben Teresa Hauser, Melissa Horras und Theresa Unz (alle Klasse 11, Gymnasium Spaichingen) in ihrem Projekt „PFAS-Belastung in Küstenpflanzen der Ostsee – eine unsichtbare Gefahr“ in einer einwöchigen Exkursion die Belastung von Braunalgen und Seegräsern in der Ostsee untersucht. Auch sie gewannen einen zweiten Preis sowie einen Sonderpreis, ein Jahresabonnement der Zeitschrift „Geo“.
Finn Kessing, Marlon Knapp und Julian Sterk (alle Klasse 12, Ferdinand-von-Steinbeisschule Tuttlingen) haben einen Ballon entwickelt, der etwa 100 Meter über Waldgebieten schwebt und mit einer Wärmebildkamera Brände entdeckt und per Funk ein Warnsignal abgibt.
In Chemie traten Diana Plett (Klasse 9, IKG Tuttlingen) mit ihrem Projekt „Biologische Proteine – ein Fleisch und Pflanzenersatz?“ und Tessa Spanier (Klasse 4, Schildrainschule Tuttlingen) mit ihrem Projekt „Kristallus Gigantus – Wie groß können Kristalle werden“ in der Juniorsparte an. Diana gewann den ersten Preis und darf damit die Region in Balingen beim Landeswettbewerb vertreten. Tessa belegte den 3. Platz, wurde zusätzlich Siegerin der Herzen und gewann einen weiteren Sonderpreis, einen Kosmos Experimentierkasten.
Niklas Ganter, Ben Raumel und Maxim Schilling (alle KS1, Gymnasium Trossingen) hatten in ihrem Chemieprojekt die Extraktion von Chitosan aus Waffenfliegen sowie die Bioverträglichkeit und Bioverfügbarkeit für den Menschen genauer untersucht und konnten die Jury dabei so überzeugen, dass sie auf dem ersten Platz landeten.
In Physik traten in diesem Jahr zwei Gruppen im Bereich Jugend forscht Junior an. Eda Sükün (Klasse 7, OHG Tuttlingen) nahm den Comic des ausrutschenden Menschen auf der Bananenschale physikalisch unter die Lupe und konnte mit ihrem selbst entwickelten Versuchsaufbau nachweisen, dass Bananenschalen einen Untergrund tatsächlich rutschiger machen. Sie belegte den ersten Platz.
Daniel Böer, Julian Böer und Maximilian Storz (Klasse 8 und 9, IKG Tuttlingen) entwickelten in ihrem Projekt eine wärmeleitende Wandfarbe, die als alternatives Heizsystem zu konventionellen Heizkörpern oder Fußbodenheizungen genutzt werden kann und konnten damit den 3. Platz belegen. Aron Hermann, Muhamed Thaqi und Frederik Witte (alle Klasse 12, FvSS Tuttlingen) haben in ihrem Projekt eine Kamera entwickelt, die mithilfe eines Moving Head, einem Laser und einer Fotodiode die Ausbreitung von Licht in 8 Milliarden Bildern pro Sekunde aufnehmen kann. Sie gewannen in Physik den ersten Platz sowie den Sonderpreis „Elektronik und Energie“.
Marius Bertsche, Benedikt Buhl und Julius Gebauer (alle Klasse 12, FvSS Tuttlingen) haben ihre Wasserrakete aus dem letzten Projektjahr optimiert und mithilfe eines Sensors die Flughöhe berechnet, um überprüfen zu können, wie genau theoretische und praktische Messwerte übereinstimmen.
Julius und Rasmus Jauß (beide Klasse 8, Gymnasium Spaichingen) haben sich in der Kategorie Mathematik/Informatik der Entwicklung einer mobilen Tiererkennungs-KI mit dem Rasperry Pi gewidmet. Hierbei trainierten sie mit eigenen Trainingsdaten eine Ki, die Bilder zuverlässig auswerten kann und belegten damit den ersten Platz. In ihrem dritten Projekt hat Ella Spanier im Fachbereich Mathematik mit einem selbst gebauten Galtonbrett untersucht, ob es beim Schere-Stein-Papier-Spiel immer ehrlich zugeht und in diesem Zusammenhang das natürliche Zufallsprinzip genauer unter die Lupe genommen. Damit belegte sie den zweiten Platz.
Im Fachbereich Arbeitswelt traten Luisa Renjiffo Boeck, Finn Hilzinger und Justin Schöba (alle Klasse 12, IKG Tuttlingen) im zweiten Projektjahr mit ihrem smarten Erste-Hilfe-Kasten an, den sie im Vergleich zum vergangenen Jahr vor allem auf der Softwareebene weiterentwickelt haben, was der Jury einen ersten Preis wert war. Tom Bühler (Klasse 11, FvSS) hat sich in seinem Projekt ebenfalls dem Stadtklima gewidmet. Er entwickelte ein System für die multimodale Überdachung von Stellplätzen und konnte dort Messwerte ermitteln, die die Effizienz des Systems zeigen. Er belegte den dritten Platz und erhielt zusätzlich den Sonderpreis „Energie“.
Im Bereich Technik haben Bogdan Mezei und Cornelius Carstejan (beide Klasse 12, Gymnasium am Hoptbühl VS) in ihrem Projekt eine Avalanche Raketensonde entworfen, die steuerbar ist. Justus Dreher, Tristan Müller und Samuel Schäfle (alle Klasse 12, FvSS Tuttlingen) haben ihren Prüfstand eines vertikalen Windrades aus dem letzten Jahr weiterentwickelt, und die Effizienz verschiedener Windradtypen gemessen.
Nicht nur die Schülerinnen und Schüler waren in diesem Jahr Erfolgreich. Thomas Nellessen erhielt als besondere Auszeichnung als einer von zwei Betreuern den Sonderpreis „Engagement in der Talentförderung“.
