
23. September 2025
Unter dem Motto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ fand in diesem Jahr der 35. BundesUmweltWettbewerb (BUW) statt, zu dem insgesamt 266 Projekte von Schülerinnen und Schüler aus Deutschland eingereicht wurden. In ihren Beiträgen stellen sich die Teilnehmer den Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Klimaherausforderungen der Gegenwart. Wesentlich dabei ist, dass die Projekte nicht nur einen forschenden und analysierenden Charakter haben, sondern auch ein Beitrag zur Lösung der Herausforderungen entwickelt wird. Dabei wird nach den Alterskategorien Schüler 10 bis 16 Jahre (BUW I) und Schüler 17 bis 20 Jahre (BUW II) unterschieden.
Die in Summe dreizehn besten Projekteinreichungen aus Deutschland, die sowohl die Situationsanalyse als auch die Lösungsentwicklung auf herausragendem Niveau durchgeführt haben, wurden am 20. September nach Recklinghausen zur Bundespreisträgerehrung des BUW eingeladen. Dafür qualifiziert hatten sich auch drei SFZ-Schülerteams.
In der Kategorie BUW I wurden Sebastian Altermann, Jonah Peinemann und Johannes Postatny mit dem Hauptpreis als höchste verliehene Auszeichnung geehrt. In ihrem Projekt „Mushrooms for Future – ökologisch nachhaltiger Trockenbau aus Pilzen“ haben sie sich der möglichen Nutzung von Pilzen als ökologisch nachhaltigen Baustoff gewidment. Dazu untersuchte das Trio, unter welchen Bedingungen der Glänzende Lackporling Ganoderma lucidum als Bau- und/oder Dämmstoff zukünftig verwendet werden kann.
Greta Banzhaf, Frieda Greiling und Melissa Horras wurden für ihr Projekt „Mikroklima in Seegraswiesen – eine grüne Oase im Ozean?“ mit einem von neun Sonderpreisen ausgezeichnet. Das Team untersuchten u. a. während einer einwöchigen Forschungsfahrt auf dem Forschungsschiff „Aldebaran“ mithilfe einer Unterwasserkamera mehrere Seegraswiesen, entnahmen Wasserproben, werteten diese direkt an Bord photometrisch aus und setzen eine EXO-Sonde ein, um Parameter wie Temperatur, Salinität und Sauerstoffsättigung zu messen.
Bei den älteren Schülern des BUW II durften sich Benjamin Rüdiger und Lorenz Schwarz über den Hauptpreis freuen. Ihr Projekt „Duschen rettet die Welt – Grauwasseraufbereitung leicht gemacht“ beschäftigte sich mit dem Einsparpotenzial von Trinkwasser in privaten Haushalten. Sie entwickelten in ihrem mehrjährigen Projekt aus Standardbauteile eine Aufbereitungsanlage für Grauwasser, die benutzten Dusch- oder Badewasser auffängt, aufbereitet und für die Toilettenspülung verfügbar macht.
Der BUW findet jährlich statt und wird durch das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel koordiniert und vom BMBF gefördert.
