1. Oktober 2026

1. Platz beim Bundesumweltwettbewerb für UK-LA2! - Der Abschluss eines unglaublichen Jahres...

Nachdem letztes Jahr im November das Projekt UK-LA2 der Unkrautbekämpfung mit Laser bei der iENA eine Goldmedaille erhielt, im Mai den Zukunftspreis der Ewald Marquardt Stiftung bekam, im Juni den dritten Platz beim Bundeswettbewerb Jugend forscht erreichte, wurde das unglaubliche Jahr von Noah Schittenhelm und Maximilian Scheible mit dem Bundessieg im Bundesumweltwettbewerb II (17- 21 Jährige) abgerundet. Mit diesem Hauptpreis setzte sich das Projekt in den Bereichen Forschung und Öffentlichkeitsarbeit gegen 146 andere Projekte aus ganz Deutschland durch. Darüber freuten sich neben dem SFZ-Standort Überlingen mit Leiter Lukas Locher auch die Betreuer Niels Fenkl und Helmut Ruf vor Ort.

 

Projektbeschreibung

Mais zählt zu den weltweit wichtigsten landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Allein in Deutschland beträgt die Maisanbaufläche etwa 2,5 Millionen Hektar, die rund 20 Prozent der gesamten Ackerfläche ausmachen. Für eine möglichst ertragreiche Ernte kommen erhebliche Mengen an Herbiziden zum Einsatz, die jedoch Böden und Gewässer belasten sowie eine Abnahme von Biodiversität zur Folge haben. In ihrem Projekt UK-LA-2 (UnKraut-LAser-2) verfolgen Maximilian Scheible und Noah Schittenhelm das Ziel, eine möglichst nachhaltige Methode zur Beikrautregulierung zu entwickeln, um den Einsatz von Herbiziden zu minimieren. Dazu konzipierte und konstruierte das Forscherduo einen speziell für den Einsatz in Maisanbauflächen autonom arbeitenden Feldroboter. Mithilfe einer Kamera und eines selbst trainierten Modells einer künstlichen Intelligenz (KI) unterscheidet der Roboter in Echtzeit zwischen Mais und Beikräutern. Erkannte Beikräuter werden durch einen auf deren Wachstumszentrum gezielt abgegebenen Laserimpuls geschädigt, so dass diese nicht mehr weiterwachsen können. Der Einsatz von ökologisch schädlichen Herbiziden wird somit obsolet. Ihre Projektidee und ihre technische Entwicklung präsentierten die zwei Jungforscher bereits am Lehrstuhl für Phytomedizin an der Universität Hohenheim, auf verschiedenen Wettbewerben und Veranstaltungen wie der internationalen Erfindermesse iENA sowie dem Field Robot Event, bei denen sie ihre Entwicklung auch unter realen Bedingungen testen konnten. Im Rahmen eines Schüleraustauschs konnten sie ihr Projekt an einer Schule in Shanghai vorstellen. Mit Hilfe eines YouTube-Videos präsentieren sie ihren Roboter und erläutern ihre Vorgehensweise, so dass auch die breite Öffentlichkeit über ihr Projekt informiert wird. Weiterhin entwickelt das Forscherteam ein Kahoot-Quiz für Schüler*innen der 5. und 6. Jahrgangsstufe, um über die Herbizidproblematik und um über Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft zu informieren.

Preis

Das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro wird zur Verfügung gestellt vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Weiterhin werden Maximilian Scheible und Noah Schittenhelm zur Teilnahme am Auswahlverfahren der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen.

(BUW Pressemappe zur Wettbewerbsrunde 2025/2026)