

13. Mai 2026
Was haben eine Fallschutzzelle für Eier, eine ein Meter lange Brücke und eine Malmaschine, die ein nicht reproduzierbares Bild zeichnen soll, gemeinsam? Sie alle sind Aufgabenstellungen, die von den Teams des Explore Science Wettbewerbs der Klaus Tschira Stiftung in Friedrichshafen in diesem Jahr bearbeitet werden konnten, welcher am 7. und 8. Mai 2026 an der Uferpromenade stattfand.
Zum ersten Mal nahmen dort sechs Gruppen des SFZ-Standorts Tuttlingen in verschiedenen Kategorien teil und konnten vier Preise gewinnen.
Den Start machten am 7. Mai Marie Bonacker, Jakob Brunner, Roman Kaltenbach und Fiona Schubert (alle Klasse 3 und 4 Grundschule Seitingen-Oberflacht) mit ihrer Malmaschine, die aus verschiedenen Elementen bestand. Neben einer Seilbahn und einer Murmelrutsche kamen auch ein Roboter und eine Seifenblasenmaschine zum Einsatz, um ihr Bild zu zeichnen. Die Gruppe durfte dabei der Jury die Entstehung und Entwicklung der Maschine präsentieren und deren Programmierung vorstellen. Anna Burke und Laura Zimmer (beide Klasse 8, Immanuel-Kant-Gymnasium) haben sich dem Brückenbau verschrieben. Dabei mussten sie eine möglichst stabile aber leichte Konstruktion aus Papier und Faden bauen, die ausschließlich mit Flüssigkleber fixiert ist und eine lichte Weite von einem Meter überspannen muss. Am Ende wurde ihre Brücke mit einem Sonderpreis für die sauberste Konstruktion ausgezeichnet.
Am Tag darauf fanden die Wettbewerbe der Unterstufe statt. Drei Malroboter und eine Fallschutzzelle traten hierbei für das SFZ gegen 70 weitere Teams an. Jule Sauter (Klasse 5, Immanuel-Kant-Gymnasium Tuttlingen) hatte mit Lego einen Roboter designt und programmiert, der sich dem Thema Zahnräder verschrieben hat und konnte ihre vorbereitete Präsentation souverän der Jury vortragen. Sie erreichte in der Kategorie Unterstufe den 4. Preis.
Franziska Groborsch, Saphira Hoang, Sarah Okwanga, Kara Scholten und Elsa Timmermann (alle Klasse 5, Immanuel-Kant-Gymnasium Tuttlingen) haben in ihrer Malmaschine auf maximalen Zufall in der Gestaltung ihrer Bilder durch an Schnüren hängenden Stiften gesetzt, die mithilfe von programmierten Motoren unterschiedlich schnell und hoch in einem Holzgestellt gezogen werden und dann wieder auf einem Blatt aufgesetzt werden. Die Fünf haben darüber hinaus besonders viel Wert auf die künstlerische Ausgestaltung ihres Werkes gelegt.
Kieran Elsässer, Magdalena Kohlbrenner, Tanja Raach, Julian Rüdiger, Jasmin Scherer und Matteo Zimmer (alle Klasse 6 und 7, Immanuel-Kant-Gymnasium) haben sich mit ihrem Roboter dem Thema Unterwasserwelt gewidmet. Der Roboter zeichnet zufällige Bilder mit Wellendesign, wobei der Aufbau des Roboters einem Korallenriff gleicht. Die Gruppe begeisterte die Jury durch ihre phantasievolle Maschinengestaltung und die raffinierte Programmierung und belegte am Ende den dritten Platz.
Dass es gar nicht so einfach ist, ein Ei unbeschadet aus 1,5m Höhe fallen lassen zu können, wenn einem für die Entwicklung des Fallschutzes ausschließlich Papier zur Verfügung steht, welches auch nur in bestimmter Art und Weise geklebt werden darf, die Konstruktion dabei bestimmte Maße nicht überschreiben darf und gleichzeitig besonders leicht sein soll, haben Charlotte Böttger, Carlotta Munoz Caceres, Amy Senef und Ylenia Vorwalder in den letzten Monaten selbst festgestellt. Die vier Fünftklässlerinnen, die alle auf das Immanuel-Kant-Gymnasium Tuttlingen gehen, konnten mit ihrer Präsentation und in den Falltests zeigen, dass ihr Fallschutz ein Ei beim Fall aus einem Meter Höhe zuverlässig schützt und ihre Konstruktion außerdem im Vergleich der anderen Gruppen ein tolles Design aufweist. Damit erreichten sie am Ende den Sonderpreis für wissenschaftliches Vorgehen und ihre gelungene Präsentation.
Vorbereitet wurden die Gruppen am Standort Tuttlingen von Maximilian Kolpe (Aesculap), Samuel Rüdiger (IKG Klasse 9) und Katharina Kaltenbach. An den Wettkampftagen wurden sie von Maria Brunner, Marion Sauter und Christine Zimmer begleitet, denen ein herzliches Dankeschön gilt.
